Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

Nun hatte ich acht Dates in drei Wochen und bei keinem hat es so richtig gefunkt. Sollte ich mich nun auf den Mann einlassen, bei dem der Lebensstil am besten zu meinem passt?“ (Nina, 23)

Natürlich könnte man sich ganz pragmatisch für jemanden entscheiden, der am besten zum eigenen Profil passt. In Zeiten, in denen die Vernunftehe postuliert wird, wäre es nahezu naiv, auf sein Herz zu hören. Doch denken wir mal einen Schritt weiter:

Ein Paar sitzt in der Paarberatung, weil es in einer gefühlten Sackgasse angekommen ist. Beide haben sich arrangiert um den Alltag, den sie nach ihren Bedürfnissen gestaltet haben, zu meistern. Der Alltag, der am Anfang so optimistisch betrachtet wurde, hat sich mit grauen Nuancen gefüllt und man lässt hier mehr Kraft, als man bekommt.

In der Paarberatung sagt der Therapeut: „Bitte setzen Sie sich gegenüber, schließen die Augen und denken an ihre erste Begegnung, die erste Berührung und Ihre Zeit, der Verliebtheit. Machen Sie sich den Beginn Ihrer Liebesgeschichte bewusst.“

Aus seiner langen Erfahrung heraus, weiß er, dass es in Krisen wichtig ist, sich den Zauber des Anfangs zu vergegenwärtigen.

Doch kann man bei „Profilmatches“ und bei „Vernunftsehen“ von einem Zauber sprechen? Von etwas, das bindet, obwohl man es nicht begreifen kann?

Auch, wenn man sich manchmal erst nach der Zeit verliebt, sollte man sich in den Partner oder die Partnerin verlieben. Geschieht dies nicht, handelt es sich um keine Herzensangelegenheit. Denn in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Und wenn dieser nicht einzieht ist es entweder noch nicht der Anfang einer Liebesbeziehung oder man sollte das ein oder andere innere Zimmer ausmisten, damit etwas Neues einziehen kann.

Und dann kann es passieren, dass ein Paar nach der Rückschau auf den Beginn aufsteht und sich in tiefem Respekt und mit geöffneten Herzen umarmt und Hand in Hand weiter geht….

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